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Sonntag, 15.09.2019

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Schülerin des AVB geht für ein Jahr nach Uganda

Mitte August geht es für Greta Herting in eine ganz andere Welt: Die 19-jährige Rhederin fliegt nach Uganda, um dort für ein Jahr als Freiwillige an der Ewaldi-Community-School zu arbeiten. Sie wird dort die Lehrer im Unterricht unterstützen, selber Unterricht geben und das Freizeitprogramm der Internatsschüler mitgestalten.

Dort wird gerade auch ein Kindergarten gebaut, wenn die Räume so weit sind, würden die Freiwilligen sicher auch in deren Gestaltung und Einrichtung eingebunden, sagt Herting. Die Ewaldi-Community-School in Nakaseke (Zentral-Uganda) ist Schule und Internat, auch für viele Kinder, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, oder auch selbst infiziert sind.

Es gibt außerdem einen Kindergarten, eine Grundschule und eine berufsbildende Schule. Das Projekt wird vom Ewaldi Children Education Fund finanziert, der an die Bocholter St.-Josef-Kirchengemeinde angeschossen ist. Pastoralreferent André Bösing, der inzwischen in der Gudulagemeinde arbeitet, hat die Schule mit aufgebaut und betreut das Projekt weiterhin. Er wird auch in den Herbstferien wieder mit einer Gruppe Freiwilliger dort sein.

Zugewiesen werden die Freiwilligen aber über das Programm Weltwärts des Bistums Münster, das die jungen Leute auf ihren Einsatz vorbereitet. Nicht jeder, der in ein Auslandprojekt der Katholischen Kirche gehen will, bekommt auch einen Platz, berichtet Greta Herting. Es gab zunächst ein Auswahlseminar, das über ein ganzes Wochenende verlief. „Es gab über 80 Bewerber, 64 wurden eingeladen und 30 genommen“, sagt die Rhederin. Die Freiwilligen konnten ihre Wünsche äußern, wo sie arbeiten wollten.

„Ich wollte irgendwo in Afrika arbeiten. Ich bin froh, dass ich genommen wurde“, sagt Greta Herting. Sie wird gemeinsam mit einer weiteren Freiwilligen aus Dülmen nach Nakaseke reisen. Die Projekte in Afrika haben Herting am meisten interessiert. „Ich möchte die Kultur kennenlernen und Austausch haben“, sagt sie. „Ich möchte Erfahrungen sammeln.“ Außerdem sei dies eine Chance sich selbst auch besser kennenzulernen.

400 Schüler hat die Ewaldi-Community-School, 100 von ihren leben dort auch im Internat. Für die Freiwilligen, die Volontäre, gibt es ein kleines Gästehaus. In weiteren Vorbereitungsseminaren ging es auch um Themen wie Hygiene und Gesundheit, Organisatorisches und den Umgang mit schwierigen Situationen, zum Beispiel wenn es dazu kommt, dass die Europäer beklaut oder überfallen werden.

Was die Freiwilligen mitbringen und dort mit den Kindern planen, müssten sie in Eigeninitiative entscheiden, sagt Herting, die ihr Fachabitur mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales gemacht hat, und nach dem Freiwilligen Jahr Soziale Arbeit studieren will.

„Natürlich ist es gewünscht, dass man Spenden mitbringt“, sagt Herting, die bereits bei ihrem Schulabschluss gesammelt hat und in den nächsten Wochen weiter Gelegenheiten nutzen will. Da Herting schon während ihrer Oberstufenzeit wöchentlich drei Tage im Kindergarten gearbeitet hat, bringt sie Erfahrung mit kleinen Kindern mit. Schon ab dem dritten Lebensjahr gehen die in Uganda in die Vorschule, um dort neben ihrer Muttersprache Lukumi auch Englisch zu lernen.

Quelle Text und Bild: BBV, 14. Juli 2019, Eva Dahlmann

Sonntag, 14.07.2019 Alter: 63 Tage