Sie sind hier: Aktuelles
Sonntag, 22.10.2017

Aktuelles

Stellvertretender Schulleiter verabschiedet

"Töns" Albersmann hatte seinen letzten Tag

Das August-Vetter-Berufskolleg ohne „Töns“ – geht das?, fragte Schulleiter Ulrich Wessel. Es muss gehen: Antonius Albersmann, genannt Töns, geht in Pension. 34 Jahre war der 63-Jährige an der bischöflichen Berufsschule tätig, davon zwölf Jahre als stellvertretender Schulleiter. „Er hat für den guten Ruf des August-Vetter-Berufskollegs gesorgt“, sagte Wessel gestern bei der offiziellen Verabschiedungsfeier, bei der „Töns“ von allen Seiten mit Lob überschüttet wurde.

„Es war eine sehr schöne Zeit“, sagt Albersmann, der die Fächer Mathematik, Informatik und Pädagogik unterrichtete. „Aber ich freue mich, dass ich jetzt gehe.“ Schon vor sieben oder acht Jahren habe er darüber nachgedacht, vorzeitig in Pension zu gehen. Und in letzter Zeit habe er auch gemerkt, dass ihm die Arbeit wegen seines Altes schwerer falle, dass er öfters müde und kaputt sei. Aber: „Die Schule hat mir immer Spaß gemacht, bis zum Schluss.“ Am liebsten habe er Stundenpläne gemacht, berichtet Albersmann, der auch als SPD-Politiker bekannt ist. Und Mathe habe er besonders gerne unterrichtet. Da habe er auch „gute Rückmeldungen bekommen“.

Wessel ist der dritte Schulleiter, den er erlebte. Ob er nicht selbst einmal Schulleiter werden wollte? Nein, das wäre nicht seine Sache gewesen, antwortet Albersmann. Das Repräsentieren, das damit verbunden sei, möge er nicht so gerne. „Ich organisiere lieber, das ist meine Sache.“

Wessel bestätigte in seiner Dankesrede dieses besondere Talent. „Keiner kennt das System besser als du“, sagte er. „Äußerst zuverlässig und gewissenhaft“ sei Albersmann gewesen. Die Umstellung der Schule auf EDV sei im Wesentlichen sein Verdienst. „Du warst der Herrscher über die [neuen] Medien und hast ihnen bei Bedarf neues Leben eingehaucht“, lobte Wessel. Bei Problemen hätten alle gleich immer nach „Töns“ gerufen.

Aber „Töns“ habe auch viele, viele andere Talente. Er sei „immer fair, hilfsbereit und querdenkend“ gewesen. Die „größtmögliche Gerechtigkeit“ zu erreichen, sei immer seine Maxime gewesen, sagte Wessel. Stets habe „Töns“ Verständnis für die Nöte von Schülern und Lehrern gezeigt und immer deren besondere Lebensumstände berücksichtigt. Äußerst beliebt sei er, stellten auch seine Kollegen fest.

1954 habe es das „Wunder von Bern“ gegeben, hatte Wessel mit Blick aus „Töns‘ Lebenslauf zuvor gesagt. „Aber das eigentliche Wunder passierte in Vreden.“ Albersmann habe als ältestes von zwölf Kindern das Licht der Welt erblickt. Inzwischen ist „Töns“, der in Münster studierte und zunächst zwei Jahre in Paderborn unterrichtete, nicht nur selbst Vater von zwei Kindern, sondern auch Großvater.

Quelle Text und Bild: BBV, 30.7.2017, Renate Rüger

Samstag, 15.07.2017 Alter: 99 Tage